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Position und Einordnung als Komponist
Gershwins Berühmtheit lässt sich auf die Dualität seine Musik zurückführen. Einerseits ist er für seine Konzertkompositionen andererseits für Schlager und Musicals bekannt. Er ist quasi ein Sonderfall in der Musikgeschichte aufgrund seiner Zwitterstellung zwischen Schlagermusik und symphonischer Konzertmusik. Doch gerade diese Tatsache bewirkt seine Besonderheit und Zeitlosigkeit. Seine Songs sind einprägend, da sie keinem prinzipiellen Muster folgen, seine Konzertwerke sind mitreißend und voll von genialen Einfällen. Beide haben tragende Melodien, nur der Rahmen ist anders. Was Gershwin erreicht hat, ist in der Musikgeschichte ziemlich einzigartig: Mit ein paar wenigen Konzertwerke und einer einzigen Oper konnte er einen besonderen Platz in der Musikgeschichte einnehmen, was keinem anderen Komponisten aus der Unterhaltungsmusik gelungen war. Entscheidend war wohl die durch seine Werke ausgelöste Wirkung, der er durch Melodien und Rhythmus erzielte. Auch seine Konzertwerke beinhalten diese für ihn typische Originalität und Spontaneität.
Gershwin wollte mit seiner Musik nie nur eine Elite ansprechen, aber auch nicht lediglich unterhalten – schon gar nicht mit seinen Konzertwerken. Bei Porgy und Bess konnte er diese Ziele am besten vereinbaren.
Gershwins Position heute ist stark national-amerikanisch, vergleichbar mit Debussy in Frankreich, und durch ihre Intensität wirkt sie auch stark nach außen. Gershwin wird gegenwärtig als eines der wenigen Genies der amerikanischen Musik angesehen. Amerika singt seine Musik, aufgeführt wird sie aber überall.
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