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Die Variations on "I Got Rhythm"


Die Variations entstanden im Dezember 1933 auf das Drängen von Gershwins Freunden hin, die ihn dazu brachten, die wesentlichsten Elemente seiner Improvisationen über diesen früheren Song schriftlich festzuhalten. Obwohl sie lediglich einen Teil der Wirkung von Gershwins Spiel wiedergeben, können sie zumindest einen Einblick auf sein gewaltiges Können geben. Gershwin schrieb das Werk für Klavier und Orchester. Wieder ist es die Soloklarinette, welche die ersten vier Töne der bekannten „I got Rhythm“-Melodie andeutet. Daraufhin übernimmt das Klavier und dann das Orchester das Motiv. Schlussendlich spielt das Klavier solo den gesamten Refrain. Die nachfolgenden Variationen zeigen, wie perfekt Gershwin mittlerweile die Weiterführung und Verarbeitung einer Melodie beherrschte. Neben Rhythmus und Melodie wird auch die Atmosphäre verändert.


„I Got Rhythm“-Thema


Gershwins erste Variation wirkt wie ein heftiger Ausbruch, hingegen die zweite wie eine melancholische Klage. In der dritten Variation folgen einem Xylophonwirbel eilige Sekundgänge des Klaviers. Die vierte besticht durch Streicherlyrik und liebliche Jazzrhythmen. Die fünfte Variation beinhaltet starke Blechakzente und leitet lautstark in den Schlussteil über. In seinen Variations lässt Gershwin einmal ein Motiv aggressiv klingen, dann wiederum festlich und ausgeglichen. Dem Klavier schenkt er sowohl turbulente Klangfiguren wie auch einen herzergreifenden Blues. Die Uraufführung der Variations on I got Rhythm fand am 14. Jänner in Bosten statt und war der Beginn einer 29tägigen Tournee, in deren Verlauf Gershwin 28 Mal auftrat.